Welche Eier sollen es sein?
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Wie gesund oder ungesund sind Eier wirklich? Was hat es mit dem Cholesterin auf sich und worauf sollten Sie beim Kauf achten.

Kaum ein Lebensmittel gehört so selbstverständlich zu Ostern wie das Ei. Gefärbt, gekocht oder als Bestandteil vieler Festtagsrezepte landet es in diesen Tagen besonders häufig auf dem Teller. Gleichzeitig hält sich rund um Eier eine hartnäckige Frage: Sind sie eigentlich gesund – oder treiben sie den Cholesterinspiegel gefährlich in die Höhe?

Viele Verbraucher sind unsicher. Einerseits gelten Eier als wertvolle Proteinquelle, andererseits werden sie immer wieder mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Die wissenschaftliche Bewertung hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Heute weiß man: Entscheidend ist nicht nur das Ei selbst, sondern das gesamte Ernährungsverhalten. Wir erklären, was wirklich im Ei steckt, wie sich Cholesterin im Körper verhält und worauf Sie beim Einkauf achten sollten.

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Sie haben Fragen zu Cholesterin, Ernährung oder Herz-Kreislauf-Gesundheit? In Ihrer Apotheke erhalten Sie eine persönliche Beratung – zum Beispiel bei erhöhten Cholesterinwerten, zur richtigen Ernährung oder zu unterstützenden Maßnahmen wie Omega-3-Präparaten und pflanzlichen Produkten.

Warum Eier ernährungsphysiologisch so wertvoll sind

Eier gehören zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln überhaupt. In einem einzigen Hühnerei steckt eine Vielzahl an Nährstoffen, die der Körper täglich benötigt.

Ein mittelgroßes Ei (Größe M, etwa 60 g) enthält durchschnittlich:

  • etwa 7–8 g hochwertiges Eiweiß
  • rund 5 g Fett
  • weniger als 1 g Kohlenhydrate
  • zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe

Besonders interessant ist die hohe biologische Wertigkeit des Eiweißes. Dieser Begriff beschreibt, wie effizient der menschliche Körper ein Nahrungsprotein in körpereigenes Eiweiß umwandeln kann. Das Ei gilt hier seit Jahrzehnten als Referenzwert.

Das Ei liefert außerdem mehrere essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Darüber hinaus enthält es wichtige Mikronährstoffe:

  • Vitamin A für Haut und Sehkraft
  • Vitamin D für Knochenstoffwechsel und Immunsystem
  • Vitamin E als Zellschutz
  • Vitamin B12 für Blutbildung und Nervensystem
  • Folsäure, Selen und Eisen

Besonders interessant für die Augengesundheit sind die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin, die vor allem im Eigelb vorkommen. Sie können laut Studien helfen, das Risiko altersbedingter Netzhauterkrankungen zu reduzieren. (Quelle: Bundeszentrum für Ernährung)

Das Cholesterin im Ei: Risiko oder Mythos?

Das Thema Cholesterin sorgt seit Jahrzehnten für Diskussionen. Tatsächlich enthält ein Ei relativ viel Cholesterin – etwa 210 bis 250 mg pro Ei, hauptsächlich im Eigelb. Zum Vergleich: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Cholesterinzufuhr von maximal etwa 300 mg.

Doch diese Zahl allein sagt wenig aus. Der menschliche Körper produziert selbst Cholesterin – vor allem in der Leber. Wenn wir mehr Cholesterin über die Nahrung aufnehmen, reduziert der Körper normalerweise seine eigene Produktion. Heute weiß man: Der Cholesterinspiegel im Blut wird deutlich stärker beeinflusst durch

  • gesättigte Fettsäuren
  • stark verarbeitete Lebensmittel
  • Bewegungsmangel
  • genetische Faktoren

Eine große Übersichtsarbeit der Harvard School of Public Health zeigt, dass moderater Eierkonsum bei gesunden Menschen kein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht Eier heute deutlich entspannter als früher.

Wie viele Eier dürfen’s sein?

Die Frage nach der „richtigen“ Menge lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie hängt vom gesamten Ernährungsstil ab.

Als Orientierung nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 1–3 Eier pro Woche als Richtwert – inklusive verarbeiteter Eier in Lebensmitteln. Viele Studien zeigen jedoch, dass auch ein höherer Konsum bei gesunden Menschen meist unproblematisch ist. Auch eine große Metaanalyse im British Medical Journal fand keinen Zusammenhang zwischen moderatem Eierkonsum und Herzkrankheiten.

Trotzdem sollten bestimmte Gruppen vorsichtiger sein. Dazu gehören Menschen mit Diabetes Typ 2, Personen mit bereits erhöhtem LDL-Cholesterin, und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier kann es sinnvoll sein, den Konsum individuell zu besprechen – zum Beispiel im Gespräch mit Arzt oder Apotheker.

Braune oder weiße Eier – gibt es Unterschiede?

Viele Verbraucher glauben, braune Eier seien natürlicher oder gesünder als weiße. Tatsächlich stimmt das nicht.

Die Farbe der Eierschale hängt ausschließlich von der Hühnerrasse ab. Hühner mit weißen Ohrscheiben legen meist weiße Eier, Hühner mit roten Ohrscheiben legen häufig braune Eier. Der Nährstoffgehalt ist praktisch identisch. Auch die Fütterung oder die Haltungsform haben keinen Einfluss auf die Schalenfarbe.

Der Eier-Code: Herkunft und Haltung verstehen

Jedes frische Ei trägt einen Stempel mit einem Code. Dieser verrät, wie das Huhn gehalten wurde und woher das Ei stammt.

Der Code beginnt mit einer Zahl.

0 – ökologische Erzeugung
1 – Freilandhaltung
2 – Bodenhaltung
3 – Käfighaltung

Die nächsten zwei Buchstaben geben das Herkunftsland an.

Beispiele:

DE – Deutschland
NL – Niederlande
AT – Österreich
BE – Belgien

Der restliche Code identifiziert den Betrieb.

Diese Kennzeichnung ist gesetzlich vorgeschrieben. (Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft )

Gefärbte Eier zu Ostern: Worauf man achten sollte

Zu Ostern werden im Handel oft bereits gefärbte Eier angeboten. Diese unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt von frischen Eiern.

Gefärbte Eier gelten rechtlich als verarbeitete Lebensmittel. Deshalb müssen sie keinen Eiercode auf der Schale tragen. Die Haltungsform steht dann nur auf der Verpackung – wenn überhaupt. Wer sicher sein möchte, welche Eier er kauft, färbt sie am besten selbst. Ein zusätzlicher Vorteil: Selbst gekochte Eier sind meist frischer. Natürliche Färbemethoden sind zum Beispiel Zwiebelschalen (braun), Rote Bete (rosa), Kurkuma (gelb) oder Spinat (grün).

Wie lange sind Eier haltbar?

Frische Eier sind erstaunlich lange haltbar. In Deutschland beträgt das Mindesthaltbarkeitsdatum 28 Tage nach dem Legedatum. Im Kühlschrank bleiben Eier oft sogar länger genießbar.

Ein einfacher Frischetest: Legen Sie ein Ei in ein Glas Wasser. Bleibt am Boden, ist es frisch. Richtet es sich auf, ist es chon etwas älter. Schwimmt oben, sollten Sie es besser nicht mehr essen. Warum dieser Test funktioniert? Mit der Zeit dringt Luft durch die poröse Schale ins Ei ein. Je älter es ist, desto mehr Auftrieb bekommt es dadurch.

Wissenswertes zum Ei kurz & knapp

Eier gehören zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln und können Teil einer gesunden Ernährung sein. Sie liefern hochwertiges Eiweiß, wichtige Vitamine und wertvolle Mineralstoffe. Besonders zu Ostern stehen sie traditionell im Mittelpunkt vieler Gerichte.

Das lange Zeit gefürchtete Cholesterin im Eigelb wird heute differenzierter bewertet. Bei gesunden Menschen beeinflusst moderater Eierkonsum den Cholesterinspiegel meist deutlich weniger als früher angenommen. Entscheidend ist vor allem das gesamte Ernährungsverhalten – also die Auswahl von Fetten, der Anteil pflanzlicher Lebensmittel und ein aktiver Lebensstil.

Für Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann eine individuelle Beratung sinnvoll sein. In Ihrer staggenborg - apotheke im E-Center A23 erhalten Sie dazu kompetente Informationen rund um Ernährung, Cholesterinspiegel und Herzgesundheit.

Häufige Fragen zu Eiern und Gesundheit

Sind Eier schlecht für den Cholesterinspiegel?

Bei gesunden Menschen hat moderater Eierkonsum meist nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Wichtiger ist die gesamte Ernährung.

Ist das Eigelb ungesund?

Nein. Das Eigelb enthält zwar Cholesterin, aber auch viele Vitamine und wichtige Nährstoffe wie Vitamin D und B12.

Wie erkennt man frische Eier?

Ein frisches Ei sinkt im Wasserglas zu Boden. Steht es aufrecht oder schwimmt oben, ist es älter.

Sind braune Eier gesünder als weiße?

Nein. Die Farbe hängt nur von der Hühnerrasse ab und hat keinen Einfluss auf den Nährwert.

Eier bei erhöhtem Cholesterin richtig einordnen

Viele Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten verzichten vorsichtshalber komplett auf Eier. Das ist meist gar nicht nötig. Entscheidend ist vor allem die gesamte Fettqualität der Ernährung. Ungünstig wirken fettes Fleisch, Wurstwaren, stark verarbeitete Lebensmittel und Transfette. Besser sind pflanzliche Öle wie Oliven- oder Rapsöl, Nüsse und Samen, Fisch mit Omega-3-Fettsäuren und eine ballaststoffreiche Ernährung.

In vielen Fällen hat diese Ernährungsumstellung deutlich mehr Einfluss auf den Cholesterinspiegel als der Verzicht auf Eier. Wer bereits Medikamente zur Cholesterinsenkung einnimmt, sollte seine Ernährung zusätzlich mit seiner Ärztin, seinem Arzt oder der Apotheke besprechen


Verfasst und geprüft von der APOVENA Fachredaktion in Zusammenarbeit mit der staggenborg - apotheke im E-Center A23 in Elmshorn . Stand 04/2026. Dieser Artikel ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder Apotheke.

Für eine persönliche Beratung kommen Sie einfach bei uns in der staggenborg - apotheke im E-Center A23 in Elmshorn vorbei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und helfen Ihnen gerne weiter.

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Jan Henning Staggenborg,

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